In den 30-er Jahren läßt sich Christine Lavant freiwillig (?) in ein "Irrenhaus" einliefern.
Sie ist erschöpft, müde, hat einen Suizidversuch hinter sich und sie ist unglücklich verliebt.
Christine Lavant hat ihre Erlebnisse notiert, sie verbot aber zu Lebzeiten diese zu veröffentlichen.
Ihre Mitpatientinnen beschreibt sie ausführlich, wenn auch nicht sehr gefühlvoll.
Die Zustände, die Hintergründe, die teilweise unmenschliches Verfahrensweisen der Anstalt werden
hier ausführlich beschrieben. Christiane Lavant kam sofort auf Station 2, das heißt sie war nie
auf der 3 - dort wo die schweren Fälle hinkommen. Das nahm man ihr übel. Sie umschreibt eine Arsenkur,
die ihr helfen sollte. Sicherlich eine seltsame Methode mit Suizidpatienten umzugehen.
Das Hörbuch ist sachlich, kindlich, es berührt, auch wenn es nicht das gefühlvollste ist.
Gesprochen wird das Buch von Eva maria Salcher. Das hat mir sehr gut gefallen, kann sie so schön
auch den kindlichen oder bösartigen Stimmen ein Gesicht geben. Obwohl sie sehr leise liest,
wird man mitgenommen von ihrer schönen klangvollen Stimme.
ISBN: 978-3899640038 , erschienen bei Audiobuch